Comeback mit 2:0-Auswärtssieg

 

Acht Jahre nach dem letzten Auftritt feierte die Fußballauswahl der Sportjournalisten von Berlin und Brandenburg in der letzten Septemberwoche ein gelungenes Comeback auf internationaler Ebene. Hatte es im Jahr 2003 in Helsinki gegen eine finnische Auswahl einen 8:1-Errfolg gegeben, so konnte man diesmal im polnischen Wroclaw die dortige Journalistenmannschaft mit 2:0 bezwingen. Robert Burkhard von der Pressestelle von Hertha BSC in der 55. Minute und Ronny Müller von der Märkischen Allgemeinen fünf Minuten später hatten die Treffer erzielt.

Im Tor bot Florian Zschiedrich vom ZDF eine tadellose Leistung, obwohl er nur durch Zufall diese Position einnahm, weil er als einziges Delegationsmitglied Handschuhe dabei hatte. Dabei musste die Aiswahl des VDS BB  mit nur einem Auswechselspieler auskommen, denn Teamchef Jens Mende von dpa wirkte lediglich von der Seitenlinie coachend mit. Auch die freie Journalistin Ingrid Kühn hatte als Delegationsleiterin und Organisatorin keine „Töppen“ im Reisegepäck.

 



Die Berliner Journalisten-Mannschaft: oben von links: Jens Mende (Teamchef/dpa), Arne Werner (Medienabteilung Hertha BSC), Jürgen Zinke (Oranienburger Generalanzeiger), Matthias Ludwig (ZDF), René Miller (Berliner Kurier), Steffen Rohr (kicker), Robert Burkhardt (Medienabteilung Hertha BSC), Ingrid Kühn (freie Journalistin/Reiseleiterin); unten von links: Tilman Schröter (Berliner Zeitung), Ronny Müller (Märkische Allgemeine Zeitung), Ivo Ziemann (Antenne Brandenburg), Sebastian Karkos (Bild-Zeitung), Adrian Wittwer (Bild-Zeitung); vorn: Florian Zschiedrich (ZDF)

 

Im Gegensatz zu der beträchtlich verjüngten polnischen Mannschaft wirkten bei den Berlin-Brandenburgern durchweg mitten im aktiven journalistischen Leben stehende Kollegen mit. Von Antenne Brandenburg über den Berliner Kurier, die Bild-Zeitung, den Kicker,  die Berliner Zeitung bis zum Oranienburger Generalanzeiger reichte die Medienpalette. Erstaunlicherweise waren auch noch sechs Kollegen von jenem Spiel 2003 in Helsinki dabei.

 

 Besuch des neuen EM-Stadions in Breslau (Wroclaw)



 Torschütze Robert Burkhardt (Medienabteilung Hertha BSC) setzt sich gegen einen polnischen Gegenspieler durch

Natürlich wurde an den drei Tagen des Aufenthaltes in der EM-Stadt von 2012 nicht nur Fußball gespielt. So gab es eine Stadtrundfahrt mit anschließendem Besuch des im Bau befindlichen neuen Fußballstadions für die EM im kommenden Sommer.  Dies hatten die überaus gastfreundlichen und rührigen polnischen Kollegen ebenso organisiert wie den gemeinsamen Grillabend nach dem Freundschaftsspiel. Überhaupt kümmerten sich die Gastgeber herzlich um die 14-köpfige Gruppe aus Deutschland, die im Hotel „Mercure“ mitten im Zentrum der über 630 000 Einwohner zählenden viertgrößten Stadt Polens untergebracht war. Die Hotelkosten trug jeder Teilnehmer selbst, für die Gruppenfahrkarte mit der Bahn gab es einen Zuschuss vom VDS BB. In der herrlichen Altstadt konnte man am Vorabend der Abreise dann auch noch bei sommerlichen Temperaturen abends gemeinsam das Champions-League-Spiel der Münchner Bayern gegen Manchester City verfolgen.

Dass sich die Jüngeren dann noch mit polnischen Kollegen ins Nachtleben stürzten, gehörte einfach dazu. Überraschend kamen am Morgen der Abreise zwei polnische Kollegen zum Bahnhof, um die deutsche Gruppe zu verabschieden. Ein riesiges frisches Brot direkt aus dem Backofen und ein Schal aus Wroclaw erhielt jeder noch als Geschenk. Die Einladung zum Gegenbesuch im nächsten Jahr hatte Jens Mende da bereits längst ausgesprochen. Auf der fünfstündigen Bahnfahrt zurück nach Berlin waren sich alle Kollegen einig: Bis zum nächsten Auftritt der Fußballauswahl sollen nicht wieder acht Jahre vergehen!

Text: Jürgen Zinke
Fotos: Jens Mende

Rathaus und Wahrzeichen von Breslau

zurück

 

 

 

 

 

.

 

.