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Zu Gast bei
dpa nach dem Umzug nach Berlin
Erlebnis Großraumbüro: Die Redaktion der Deutschen
Presseagentur (dpa) war Ende November Schauplatz des Jour Fixe des Verbandes der
Sportjournalisten Berlin-Brandenburg. 29 Mitglieder nutzten die Gelegenheiten,
um sich nach dem Umzug von Hamburg nach Berlin am neuen Sitz in der
Markgrafenstraße ein Bild von der Arbeit der größten deutschen
Nachrichtenagentur zu machen. Sportchef Sven Busch sowie die Redakteure Jens
Mende und Frank Thomas nahmen sich zwei Stunden Zeit für einen aufschlussreichen
Erfahrungsaustausch mit den Medienvertretern aller Art, moderiert von Hanns
Ostermann, 1. Vorsitzender des VDS Berlin-Brandenburg.
Die viertgrößte Nachrichtenagentur der Welt ist seit Ende
Juni mitten im historischen Zeitungsviertel der Hauptstadt untergebracht. Dort
bezog die Zentralredaktion in der Axel-Springer-Passage eine Etage mit 3500
Quadratmetern. Erstmals arbeiten jetzt alle Zentralredaktionen der Agentur unter
einem Dach. Text, Foto, Audio, Video, Online – alle Bereiche können aus Sicht
von Chefredakteur Wolfgang Büchner auf Zuruf Themen koordinieren und sich
wichtige Hinweise im Tagesgeschäft geben. „Durch die Zusammenlegung wird die
Qualität unserer Produkte gesteigert“, ist auch Sven Busch überzeugt. Der
44-Jährige hatte vor drei Jahren Klaus von Elmpt als dpa-Sportchef abgelöst. Er
räumte ein, dass es zu früh sei, um große Erfahrungsberichte von der Arbeit im
Großraumbüro geben zu können. „Dazu ist das alles zu frisch. Wir sind dabei, das
Ganze weiterhin zu optimieren.“
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Sven Busch, Sportchef bei DPA
Foto: Sportjournalist |
Knapp 300 Arbeitsplätze wurden in dem 2200 Quadratmeter
großen Raum – der durch Glaswände in einzelne Einheiten gegliedert wird -
untergebracht. Das Herz des über die gesamte Länge von 150 Metern
transparenten Raumes ist der Newsdesk. Von dort aus wird das gesamte
Produkt der Agentur über alle medialen Linien geplant, gesteuert und
aufeinander abgestimmt. „Es ist bemerkenswert zu beobachten, wie sich die
Rädchen in Windeseile verzahnen“, bemerkte Busch. Ressortleiter steuern den
aktuellen Content, Qualitätskontrollen werden durchgeführt, das
Online-Portal dpa-news gestaltet. „Dieser Newsroom ist die perfekte
Plattform für eine multimedial denkende und arbeitende Agentur“, so Büchner.
Von Berlin aus gehen jährlich 292 000 Meldungen in alle Welt.
Alleine in der Sportredaktion werden 42 feste Kräfte
beschäftigt. „Der Sport gehört in unserem Haus zu den vier wichtigsten
Säulen“, unterstrich Busch, dass 110 Zeitungen auf die Sport-Berichte von
dpa zurückgreifen. Jens Mende und Frank Thomas plauderten in lockerer Runde
über ihren Job und den Grat zwischen qualitativ hochwertiger
Berichterstattung und dem zeitlichen Druck, den die Arbeit in einer Agentur
so mit sich bringt. Thomas merkte an, dass man es nicht nur den Printmedien
recht machen muss, schließlich würden 50 Prozent der Kunden aus anderen
Bereichen wie dem Hörfunk kommen. Wichtig ist immer: „Kritisch,
atmosphärisch, lebhaft. Der Text muss sitzen“, betonte Mende und fügte an,
dass dem Beitrag anzumerken sein müsse, dass er als Autor selbst bei der
Veranstaltung war. Seit 1991 ist der 50-jährige Mende in der Berliner
Redaktion für Fußball und die deutsche Nationalmannschaft zuständig. Er war
bei drei Welt- und vier Europameisterschaften dabei und berichtete von über
150 Länderspielen. |
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Auch in Zukunft will die Deutsche Presseagentur ihren
Kunden ein multimediales, die Ressortgrenzen übergreifendes und für alle
Auslieferungskanäle geeignetes Produkt anbieten. „Dazu brauchen wir das
Feedback unserer Kunden“, ermunterte Busch die Journalistenrunde, öfter mit
Anregungen und Hinweisen an die Agenturkollegen heranzutreten. Stefan Zwahr
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